Die Europäische Landschaft von morgen - eine kulturelle Bildungsaufgabe?

Wenn wir, als Menschen, gewillt sind die gegenseitige Abhängigkeit zwischen unseren Landschaften und uns selbst anzuerkennen, dann können wir unseren Bezug zur Umwelt in der wir leben bewusst in der Art einer kooperativen Partnerschaft erneuern. In einer so erneuerten Beziehung zwischen Mensch und Natur kann das reine utilitäre Denken nicht mehr vorherrschen. Es wird daraus eine eher sorgende, gegenseitig unterstützende Haltung erwachsen.

Aus der reinen Nutzung entsteht die Kultivierung der Landschaft im Respekt für die natürlichen Lebenszusammenhänge. So ernähren wir die Natur und die Natur ernährt uns sowohl physisch als auch spirituell. Auf diese Weise finden wir das Leitbild für eine moderne multifunktionale Landschaft. Die Entwicklung und Kultur der Landschaft wird eine gemeinsame Aufgabe aller Menschen, ein neuer bewusst gefasster kultureller Impuls basierend auf der Anerkennung und Achtung für die Landschaften Europas kann entstehen.

Es wird deutlich, dass ein zukünftiges Bewusstsein für die Landschaft auch eine Erziehungs- und Bildungsaufgabe darstellt.

PETRARCA will daher verstärkt die Erforschung von Wegen der Ausbildung von Wahrnehmungsfähigkeiten auf den unterschiedlichen Ebenen unterstützen und damit eine eigenständige Urteilsfähigkeit als Grundlage für Handlungsmaßnahmen fördern.

Es geht vor allem darum, in der Landschaft den Sinn für die Eigentümlichkeiten von Lebensvorgängen zu entwickeln und deren Zusammenspiel mit ästhetischen und physischen Wirkungen zu erkennen, daneben auch die Aufmerksamkeit auf Individualisierungsprozesse in der Landschaft zu lenken. Das beinhaltet in der übenden Tätigkeit künstlerische Fähigkeiten methodisch einzubeziehen und zu fördern.(17)

Bild Vogesen

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