Dr. Margaret Colquhounzurück

Eigener Bezug zum Thema Landschaft

Die Aufgabe, die Landschaft zu kultivieren und zu pflegen ist mir zur Lebensaufgabe geworden. Ich trage die Mitverantwortung für die Pflege und Entwicklung eines 60-Morgen Grundstücks in Südostschottland, wo wir das wissenschaftliche, goetheanistische Studium der Landschaft mit verschiedenen ursprünglichen Handwerkstechniken und gärtnerischen, land- und waldwirtschaftlichen sowie architektonischen Tätigkeiten verbinden. Auch versuche ich, anderen Menschen auf den britischen Inseln und darüber hinaus zu helfen, dass sie ihre eigenen Landschaften / Orte auf neue Art sehen und dadurch die geistigen Impulse, Ziele und Vorhaben ihrer Gemeinschaften besser in die Umwelt, in der sie leben, eingliedern können. Dies geschieht in einer strengen Folge von methodischen Schritten, die von künstlerischen Übungen begleitet sind, wodurch die Menschen sich mehr der inneren Natur oder Atmosphäre - des Genius loci - und ihrer Beziehung zu diesem bewusst werden. Sie sind dadurch mehr in der Lage ihre Tätigkeiten gründlicher und verantwortungsvoller in die von ihnen bewohnte Landschaft einzugliedern. Meines Erachtens ist eine Zusammenarbeit von Menschengemeinschaften, die sich in Richtung gemeinsamen Interesses und guter Pflege ihrer Umwelt bewegt, der rechte Weg, um eine entsprechend ethische zukunftsgerichtete Landschaftspflege zu entwickeln.

Biografische Notizen

Margaret Colquhoun studierte in den 1960er Jahren Landwirtschaftskunde und Entwicklungsbiologie an der Universität Edinburgh, schrieb ihre Doktorarbeit, betrieb einen landwirtschaftlichen Kleinbetrieb und arbeitete in Schottland mit schwer erziehbaren jungen Menschen. Sie erweiterte ihr biologisches Wissen durch vier jähre Ausbildung am Carl-Gastav-Carus-lnstitut in Deutschland und bei der Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum in Dornach / Schweiz. Seitdem Forschungs- und Lehrtätigkeit in goetheanistischer Wissenschaft auf den Britischen Inseln und in Europa. Mitbegründerin des Life Science Trust, einer schottischen Stiftung für Umweltpädagogik und Lehrerin am Life Science Seminar und von The New Hibernian Way. Heute Leiterin des Pishwanton-Projekts in Südostschottland: eine auf praktischer und schöpferischer Landschaftsarbeit basierende ökologische Bildungs- und therapeutische Initiative. Ihre Forschung konzentriert sich vor allem auf Landschaftsstudien, Heilpflanzen und Evolution sowie die Entwicklung landschaftsbezogener Bildungswege.

Ausgewählte Publikationen:

  • "An exploration into the use of Goethean Science as a methodology for landscape assessment: The Pishwanton Project" in Agriculture, Ecosystems and Environment 63 (1997) 145-157 Elsevier.

  • "Living with the land" in Creating Harmony, Conflict Resolution in Community. Pub/.Permanent Publications and Gaia Trust, Denmark 1999.

  • "New Eyes for Landscape" - Manuscript in Vorbereitung – Veröffentlichung geplant bei Hawthorn Press, Stroud, England.

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